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Das alte Souffelweyersheim
Praktisch alle Fachwerkhäuser in Souffelweyersheim wurden in den Jahren 1816 bis 1819 gebaut. Das Dorf war nämlich 1815 in der Schlacht an der Souffel zwischen der napoleonischen Armee, die sich auf dem Rückzug befand, und den Württembergern vollständig zerstört worden. Der Wiederaufbau begann, zumindest für die wohlhabenderen Dorfbewohner, ab 1816 (z. B. Rue des Tonneliers, Rue de la Mairie, Rue du Moulin). Das Dorf als Ganzes brauchte jedoch das ganze 19. Jahrhundert, um sich von dieser Tragödie zu erholen.
Aus dieser Zeit stammt die Kirche Saint-Georges (Place du Général-de-Gaulle). Sie brannte 1815 nieder und wurde 1820 neu errichtet, wobei ein Teil des Turms, der den Brand überstanden hatte, erhalten blieb. Es ist ein Bauwerk im neoklassizistischen Stil. Das Einzige, was noch von der ursprünglichen Kirche (1781) stammt, ist der Rahmen der Uhr. Der seitlich angebrachte Christus am Kreuz wurde 1815 von den Gemeindemitgliedern gestiftet. Das Kirchenschiff wurde 1935 vergrößert.
Zu den privaten Gebäuden aus dieser Zeit gehört der Lorentz-Hof mit seiner Kapelle (4 rue des Tonneliers). Der für René Lorentz errichtete Bau wirkt sehr romantisch, nicht zuletzt wegen seines Holzbalkons unter einem Dachvorsprung, der auf einem Giebel mit kunstvollen Holzschnitzereien ruht. Diese Bauweise ermöglichte es, Material zu sparen, und wirkte zudem sehr dekorativ. Die Kapelle baute Aloïse Lorentz (1858-1910), Uhrmacher und Orgelbauer, mit eigenen Mitteln. Ein Brand, der 1928 das Viertel verwüstete, machte an dieser Kapelle halt. Spuren von Verkohlung sind noch an der Außenseite der Tür zu erkennen. Nach hiesiger Überlieferung wird diesem Gebäude das wundersame Ende des Feuers zugeschrieben. Der Chor der Kapelle ist mit zwei Glasfenstern aus dem Jahr 1897 ausgestattet, die von den Gebrüdern Ott aus Straßburg angefertigt wurden. Hinweis: Der Hof und die Kapelle können nicht besichtigt, aber von der Straße aus betrachtet werden.
In einem ganz anderen Stil ist die Villa Joséphine (54 rue du Canal) gehalten. Diese große Villa wurde 1890 für Théophile Lienhardt, Bürgermeister von 1900 bis 1902 und Besitzer einer Ziegelei, erbaut und bricht mit der traditionellen Architektur des Dorfes. Ihr komplexer Grundriss, die Dachvorsprünge, das Türmchen und die Turmspitze verleihen ihr unbestreitbaren Charme.
Öffentliche Verkehrsmittel Arrêt : Souffelweyersheim Ecole ou Souffelweyersheim Canal (bus L6)Art des Ortes Denkmal, sehenswerter Haus